Sanierung

Seit den 1970er Jahren war das Rochlhaus unbewohnt. Im Jahr 2003 erwarb die Gemeinde Thaining das denkmalgeschützte Anwesen. 2009 musste eine Notsicherung durchgeführt werden, um einsturzgefährdete Teile zu sichern. Der zunehmende Verfall ließ die Gemeinde lange zögern, das Projekt in Angriff zu nehmen.

Mit Hilfe der Gemeinde Thaining wurde 2013 der „Förderverein Rochlhaus Thaining e.V.“ gegründet und ein Nutzungskonzept entwickelt.

Dipl. Ing. Alfred Sunder-Plassmann wurde als Architekt verpflichtet, und – zusammen mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege – ein Finanzierungsplan erstellt. Nach der Zusage von öffentlichen Fördergeldern konnte die Sanierung im Jahr 2014 beginnen.

Im September 2015 waren die Sanierungsmaßnahmen zum größten Teil abgeschlossen und am 13.9., dem „Tag des offenen Denkmals“, konnte das Rochlhaus feierlich eröffnet werden.

Das Gebäude zeigt sich heute, nach umfassenden Sanierungs- und Konservierungsmaßnahmen, im Äußeren wieder im Zustand aus der Zeit von etwa 1860 bis 1890 als bäuerliches Doppelhaus. Die Haushälfte mit der früheren Hausnummer 81, die nur noch in Resten erhalten war, wurde auf den wiedergefundenen Grundmauern im alten Stil neu errichtet.

Am Dachstuhl des Rochlhauses sind weiterhin die zwei Bauepochen deutlich abzulesen: das flache Legschindeldach aus dem Jahr 1795 mit seinen rußgeschwärzten Balken und die Dachaufsteilung um 1860. Die untere Kante der Holzverschalung am Ost- und Westgiebel zeigt nach der Sanierung auch von außen die flache Dachneigung des früheren Legschindeldaches an.

Das Traufbundwerk wurde freigelegt und restauriert.

Jede Haushälfte wird – wie früher – durch die Tenne betreten, und jede Tenne hat eine Toröffnung zum Hof, der sich im rückwärtigen Teil des Grundstücks befindet.

 

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